Werkstattkonzert 9.10.2026: Lorenz Kellhuber

Lorenz ist schon zweimal bei uns zu Gast gewesen; diesmal kommt er mit seinem Trio, zu erwarten: Eine Sternstunde!

  • 9.10.2026
  • Beginn 19 Uhr (Einlass 18:30Uhr)
  • Eintritt frei, Spende erbeten

Moritz Baumgärtner – Drums | Lorenz Kellhuber – Piano | Felix Henkelhausen – Bass

 

 

Infos hier.

Projekt

„Kaum jemand dürfte so spektakulär changierend zwischen Jazz und ‚klassischer Klaviermusik’ wandeln
wie der Pianist Lorenz Kellhuber. Ob über Ostinati in wechselnden Lagen improvisierend oder zwischen
freier Tonalität und gebundenen harmonischen Klangankern, Lorenz Kellhuber erzeugt eine intime,
konzentrierte Situation zwischen sich, dem Klavier, dem Raum und seinem Publikum“, schreibt die Neue
Musikzeitung über sein aktuelles Solo-Album „Live at Elbphilharmonie Hamburg“.
Die Klassik ist fest in seiner DNA verankert, der Jazz lehrte ihn, auf eigenen Beinen zu stehen und in der
freien Improvisation findet Lorenz Kellhuber immer wieder die grenzenlose Erfüllung seiner musikalischen
Vision, einer Contemporary Chamber Music. Er spielt mit seiner eigenen Musikgeschichte und sucht dabei
intuitiv verschiedene Stationen seiner musikalischen Prägung auf, die vom Barock bis zur Moderne reicht.
Mit Felix Henkelhausen am Kontrabass, einem der größten Talente der europäischen Jazzszene, sowie
Moritz Baumgärtner, einem der vielseitigsten und innovativsten Schlagzeuger der letzten Jahre, hat Lorenz
Kellhuber 2018 „eines der besten deutschen Piano-Trios“ (Audio) geformt. Gemeinsam zelebrieren sie die
Fusion von drei musikalischen Seelen auf höchstem Niveau, „ein Auf und Ab an Interplay, Monologen,
Duos und Trios, deren Brillanz man sich nicht entziehen kann. Ein Bandleader und Pianist, sehr eigenwillig,
unkonventionell und ideenreich, mit zwei kongenialen Partnern“ (Jazzpodium). Nach den beiden
Einspielungen „Samadhi“ (2019) und „About:Blank“ (2020) erschien Ende 2023 mit „Low Intervention“ die
dritte Veröffentlichung des Trios und die bereits elfte von Lorenz Kellhuber unter eigenem Namen.
1990 in München als Sohn einer Kirchenmusikerin und eines Kirchenmusikers geboren, beginnt Lorenz
Kellhuber mit fünf Jahren eine klassische Klavierausbildung bei Brigitte Schmid an der HfKM Regensburg.
Mit elf Jahren wird er dort als Jungstudent aufgenommen und als Mitglied der bayerischen Frühförderklasse
auch in Violine und Kammermusik von Prof. Conrad von der Goltz unterrichtet. Ab 2003 erhält er
Klavierunterricht von Prof. Franz Massinger, einem Schüler von Arturo Benedetti Michelangeli. Kurz darauf
wird er von Rob Bargad (Nat Adderley Quintet) entdeckt und intensiv in die Jazzstilistik eingeführt. Mit nur
16 Jahren besteht Kellhuber die Hochbegabtenprüfung und wird Student am Jazz Institut Berlin, wo Hubert
Nuss und Kurt Rosenwinkel zu seinen Dozenten zählen. Während regelmäßigen Aufenthalten in New York
erhält er außerdem Unterricht bei Fred Hersch und Sophia Rosoff und beendet 2010 als einer der weltweit
jüngsten Bachelor-Absolventen sein Studium. Seitdem führten ihn seine Konzerte durch Europa, in die
USA, nach Südamerika und Asien. Er spielte auf internationalen Bühnen wie z.B. der Berliner Philharmonie,
Isarphilharmonie München, Elbphilharmonie Hamburg, Guggenheim Museum Bilbao, Montreux Jazz
Festival, Basel Jazz Festival, Alto Adige Jazz Festival, Getxo Jazz Festival, Bohemia Jazz Festival, Mar del
Plata Jazz Festival, Jazzwoche Burghausen. Konzerte als Sideman und Co-Leader spielte er an der Seite
von Ack van Rooyen, Charles Lloyd, Orlando Le Fleming, Obed Calvaire, Bob Mintzer, Seamus Blake, Ed
Partyka, Kurt Rosenwinkel, Joe Sanders, Jesse Simpson, Phil Donkin, Rich Perry, Charles Altura u.v.m. Im
Sommer 2014 kürte ihn Monty Alexander als ersten deutschen Musiker zum Sieger der renommierten
Montreux Jazz Piano Solo Competition. 2016 wurde er für den ECHO Jazz in der Kategorie „Newcomer des
Jahres“ nominiert, 2018 gehörte er zu den zehn „neuen Key-Players“ in der Zeitschrift „Jazz thing“.
Insgesamt elf Alben und eine EP veröffentlichte er seit 2012, darunter die Solo Alben „Live at the Montreux
Jazz Festival“ (2017), „Contemporary Chamber Music“ (2021) und „Live at Elbphilharmonie Hamburg“
(2022). Seit Abschluss seines Studiums ist Lorenz Kellhuber ein gefragter Dozent. Er gibt regelmäßig
Workshops und Meisterkurse im In- und Ausland. Zum Wintersemester 2021 erhielt Kellhuber den Ruf als
Professor an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.
Felix Henkelhausen, 1995 in Oldenburg geboren, erhielt klassischen Klavier- und Cellounterricht, bevor
sein Interesse für den Kontrabass geweckt wurde. Mit 16 Jahren begann er das Jungstudium an der HfK
Bremen bei Prof. Detlev Beier. 2014 folgte das Studium am Jazz Institut Berlin, das er 2019 erfolgreich
beendete. Trotz seines jungen Alters spielte Henkelhausen bereits im In- und Ausland mit national und
international bekannten KünstlerInnen wie Andrea Parkins, Dave Liebmann, Eric McPherson, Gebhard
Ullmann, Hubert Nuss, Jim Black, Jochen Rückert, Kathrin Pechlof, Lotte Anker, Marc Copland, Nate
Wooley, Oli Steidle, Pablo Held, Peter Schlamp, Philipp Gropper’s Philm, Toby Delius und vielen anderen.
Henkelhausen ist Teil von zahlreichen Bands wie Liun and the Science Fiction Orchestra, Lorenz Kellhuber
Trio, Stefan Schultze Large, Jim and the Shrimps, Bram de Looze Trio feat. Eric McPherson, Nate Wooley’s
Knknighgh und Tau5. Im Februar 2023 wurde er für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Bass
nominiert.
Moritz Baumgärtner, 1985 in Zürich geboren, begann mit klassischem Schlagzeugspiel im Alter von neun
Jahren in Basel und studierte von 2006 bis 2010 am Jazz Institut Berlin bei John Hollenbeck, Jim Black, Jeff
Ballard und Joey Baron. Mit seiner ganz persönlichen Klangästhetik, seinem einzigartigen melodischen
Spiel und unkonventionellen Gestaltungswillen hat er sich binnen kürzester Zeit in die internationale Liga
gespielt. „Längst fungiert er nicht nur als rhythmisches Rückgrat, sondern […] als ein weiterer
klangprägender Instrumentalist. Ungewöhnliche Gongs oder Fahrradklingeln gehören ebenso zu
Baumgärtners Handwerkszeug wie sein persönlicher Stil, Rhythmen zu akzentuieren oder zu
unterwandern.“ (FAZ) Für viele gehört der Schlagwerker schon seit Jahren zu den spannendsten seines
Faches. Baumgärtner ist Gründungsmitglied des Melt Trios (mit Bernhard und Peter Meyer) und des seit
2007 aktiven Lisbeth Quartetts. Letzteres erhielt 2012 und 2018 einen ECHO Jazz. Für seine Mitwirkung
am jüngsten Album des Melt Trios wurde Baumgärtner mit dem Deutschen Jazzpreis 2023 ausgezeichnet.
Er ist auf über 60 internationalen CD-Produktionen zu hören und tourte u.a. mit Tony Malaby, Ralph Alessi,
Chris Speed, Bob Stewart, Lucian Ban, Louis Sclavis, Julia Hülsmann, Kurt Rosenwinkel, Angelica Niescier,
Theo Bleckmann u.v.m. Seine Auslandstourneen führten ihn in die USA, nach Südamerika, Afrika, Indien,
Pakistan, Sri Lanka, China, Mexico, Guatemala, Russland, Ukraine, Haiti, Norwegen, Rumänien,
Dänemark, Schweden, England. Moritz Baumgärtner ist auch als Dozent aktiv und erhielt 2022 den Ruf als
Professor an die Hochschule für Musik in Nürnberg.

Pressestimmen
„Da geben sich Kellhuber, Henkelhausen und Baumgärtner mitunter versunken, fast meditativ, kreieren
soghafte, kreiselnde Figuren und pointierte Motive, einen Minimalismus, der den Zuhörer leicht in eine Art
Trance versetzen kann“ (Jazz thing)
„Hochspannend“ (Jazz N‘ More)
„Klangmalerisch, fantasievoll und sensibel“ (Piano News)
„Eine Klangverschwörung“ (NMZ)
„Ungewöhnlich, und enorm vielversprechend“ (Süddeutsche