Werkstattkonzerte Spielzeit 2026/2027
Erste Termine stehen für die neue Spielzeit fest. Über die Links bekommt Ihr mehr Infos. Ausführliche Ankündigungen folgen.
- 18.09.2026: Florian Herzog – Almost natural
- 9.10.2026: Lorenz Kellhuber Trio
- 28.11.2026: Klavierabend Lee El
- 12.12.2026: Simon Zauels – Venerem
- 23.1.2027: Philippe Weyand – Taer
- 12.03.2027: Laurent Nicoud: Book of ostinatos
- 30.04.2027: Klavierabend mit Sukyeon Kim
Eröffnungskonzert: Klavierabend mit A. Churbanova am 27.3.2026
Das Eröffnungskonzert in der neuen Werkstatt (Lenaustr. 14, 68167 Mannheim) wird ein Klavierabend mit der Mannheimer Konzertpianistin Anastasia Churbanova, die schon einmal bei uns zu Gast war. Diesmal hat sie ein herrliches Programm aus klassischer Literatur sowie Improvisation zusammengestellt.
Datum: 27.3.2026
Uhrzeit: 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)
Eintritt: frei, Spende erbeten
Programm:
Olivier Messiaen (1908–1992): Prélude (1964)
Federico Mompou (1893–1987): Prélude Nr. 9
Alexander Skrjabin (1872–1915): Prélude, op. 27 Nr. 1
Maurice Ravel (1875–1937): Menuet sur le nom d’Haydn, Pavane pour une infante défunte
Anastasia Churbanova (1992–): Improvisiertes Moment musical
Alexander Skrjabin (1872–1915): Mazurka op. 25
Nr. 3 e-Moll
Nr. 4 E-Dur
Nr. 5 cis-Moll
Nr. 6 Fis-Dur
Pause
Moritz Keller (1993–): Forpus Coelestis
Johannes Brahms (1833–1897): Aus: Drei Intermezzi op. 117
- Andante moderato
- Andante non troppo e con molto espressione
Anastasia Churbanova (1992–): Drei improvisierte Préludes
Robert Schumann (1810–1856): Aus: Acht Fantasiestücke op. 12, Nr. 2 Aufschwung
Die Pianistin:
Anastasia Churbanova wurde in Sankt Petersburg, Russland, geboren. Sie studierte Klavier
und Dirigieren am „Lyzeum für Künste Sankt Petersburg“ und schloss die N. A.
Rimski-Korsakow-Musikfachschule mit dem Hauptfach Klavier ab. Anastasia wurde mit
verschiedenen Preisen ausgezeichnet, darunter der 1. Preis beim internationalen
Wettbewerb „Kunst des XXI. Jahrhunderts“ (Kiew), der 1. Preis im Klavierduo beim
internationalen Wettbewerb „A. Rubinstein – Miniatur in der russischen Musik“ (Sankt
Petersburg) sowie eine Auszeichnung für eine komponierte Sonate beim internationalen
Wettbewerb „Performer-Composer“ (Sankt Petersburg). Als Solistin, im Klavierduo mit ihrer
Zwillingsschwester Polina Churbanova und in Kammermusikensembles gab sie zahlreiche
internationale Konzerte, unter anderem in Russland, Deutschland, Österreich, den
Niederlanden, Belgien und der Ukraine. Als Solistin trat Anastasia Churbanova außerdem
mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode und dem Kurpfälzischen
Kammerorchester auf.
Sie nahm an Meisterkursen bei Natalia Trull, Emanuil Krasowskij, Alexej Sokolow, Bernd
Goetzke, Klaus Hellwig und Bernd Glemser teil. Nach ihrem Bachelorstudium an der
Musikhochschule Mannheim bei Prof. Andreas Pistorius studierte sie an der Hochschule für
Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) bei Prof. Alexej Gorlatch. Im Jahr
2023 schloss sie ihr Studium im Studiengang Solistische Ausbildung bei Prof. Alexej
Gorlatch an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim ab.
Anastasia Churbanova ist Stipendiatin des Programms „Yehudi Menuhin Live Music Now“ in
Frankfurt und Karlsruhe. Seit 2019 wird sie durch die Stiftung „PE-Förderungen“ unterstützt.
Im Jahr 2017 gründete sie das „Anastasia Churbanova Projekt“, mit dem sie ihre
Kompositionen mit Musikern der Mannheimer Jazz-Szene umsetzt.
Die gemeinsame Begeisterung für klassische Tradition und zeitgenössische Kunst sowie die
Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten in Musik und Tanz führten 2019 zur Gründung
des Projekts „Bewegung und Klang, Raum und Zeit“ mit der zeitgenössischen Tänzerin
Maria Kobzeva. Die gemeinsame Improvisation ist ein zentrales Element dieses Projekts. In
der innovativen Programmgestaltung ihrer Solokonzerte spielt die Gegenüberstellung von
interpretierenden und improvisierten Abschnitten eine wichtige Rolle.
2021 wurde ihr Projekt „Klaviermusik im Videoformat 2021“ von der Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR gefördert.
Seit 2024 ist Anastasia Churbanova Dozentin an der Hochschule für Musik und Theater
München.
18.09.2026 – Almost Natural
Almost natural macht den Auftakt der neuen Spielzeit:
- Datum: 18.09.2026
- Beginn: 19:00 Uhr
Sebastian Gille – Saxophon (SWR Jazzpreis 2019)
Chaerin Im – Piano/Synth (Young Artist of The Year 2024)
Leif Berger – Schlagzeug (Kölner Jazzpreis 2024)
Florian Herzog – Kontrabass/Komposition (Deutscher Jazzpreis 2024)
Viele denken ja, es gäbe auch im Jazz nichts Neues mehr unter der Sonne – dieses Quartett beweist, dass der meist denkfaule Ansatz einfach nicht stimmt.
– Rolf Thomas, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Florian Herzogs Album “Almost Natural” überwindet die Grenzen zwischen Labyrinth und Irrgarten. Es bietet einen Ort der Flucht, wo Hörer ebenso wie Herzog und seine Mitmusiker sich gleichzeitig verlieren und finden können. Das Album lebt von ausbalancierten Kontrasten: zwischen Hyperaktivität und Entspannung, Verbindlichkeit und Freiheit, Synthetischem und Organischem. Von Anfang an setzen Tracks wie “Listening Integrity” und “Advanced Computer Music” unterschiedliche Akzente und halten die Aufmerksamkeit gefangen. Gemeinsam mit Chaerin Im, Sebastian Gille und Leif Berger schafft Herzog eine symbiotische Interaktion, die Genre-Grenzen sprengt und eine dynamische, unvorhersehbare musikalische Reise bietet.
Werkstattkonzert 13.12.2025: Klavierabend mit Sukyeon Kim
Das letzte Konzert in diesem Jahr ist ein Klavierabend mit Sukyeon Kim mit einem Programm, dass bei Beethoven anfängt und bei Ravel aufhört. Sie war schon einmal bei uns mit einem fulminanten Programm, und wir freuen uns, dass sie wieder einmal in Mannheim gastiert.
Diesmal haben wir uns für ein Spätnachmittagskonzert entschieden, es beginnt um 17 Uhr.
- Datum: 13.12.2025
- Beginn: 17:00 Uhr
Programm:
- F. Liszt: Liebensträume / Drei Notturnos S 541
- J. Brahms: Drei Intermezzi op. 117
- M. Ravel: Pavane pour infante defunte / Jeux d’eau
- L. v. Beethoven: Sonate c moll op. 111
Die Pianinstin
Sukyeon Kim wurde in Südkorea geboren. In ihrer Studienzeit an der Daejeon Arts
School bei Prof. Ji-Yeon Kim von 2004 bis 2006 gewann sie den 1. Preis beim
Chungnam Universitätswettbewerb und den 2. Preis beim CBS Musikwettbewerb.
Ab Oktober 2007 studierte Sukyeon Kim an der Robert-Schumann-Hochschule
Düsseldorf in der Klavierklasse von Prof. Georg Friedrich Schenck und wurde im
Februar 2008 Förderstipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdiensts
(DAAD).
Im Jahr 2008 gewann sie den 1. Preis beim Emanuel Moór Wettbewerb, 2009 den 1.
Preis beim Bechstein-Wettbewerb Düsseldorf. Im Dezember 2010 errang sie beim
Kölner Chopin-Wettbewerb der Kurd-Aschenbrenner-Stiftung ebenfalls den 1. Preis,
im Oktober 2011 den 2. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb Köln und 2012
den 1. Preis beim Schmolz + Bickenbach Wettbewerb.
In der Tonhalle Düsseldorf spielte sie im Dezember 2012 mit großem Erfolg das 2.
Klavierkonzert von Brahms, im Konzerthaus Dortmund im März 2013 das 1.
Klavierkonzert von Chopin. 2014 legte sie an der Robert Schumann Hochschule
Düsseldorf ihr Konzertexamen “mit Auszeichnung” ab. Ein Jahr später erschien Ihre
erste CD mit Werken von Nikolai Kapustin.
“Ihre Interpretationen sind originell und frisch, enthalten verblüffende Details, sind
klanglich und emotional vielschichtig und lassen die Werke aktuell und neu erscheinen.
In Konzerten vermag sie es, durch ihre völlig mühelose, strahlende Virtuosität und ihre
ausserordentliche Lebendigkeit der musikalischen Darstellung in allen Stilbereichen
zu begeistern. Sukyeon Kim hat alle Kennzeichen einer genialen Begabung.”
(Gutachten von Prof. G.F.Schenck)
Werkstattkonzert 29.11.2025: Clara Vetter Trio
Endlich bei uns zu Gast – das Clara Vetter Trio, feat. Ronny Graupe
- Datum: 29.11.2025
- Beginn: 20:00 Uhr
Clara Vetter – Piano
Ronny Graupe – Gitarre
Mario Angelov – Bass
Lucas Klein – Schlagzeug
Gemeinsam mit ihren Kollegen Mario Angelov und Lucas Klein ergründet die Pianistin und
Komponistin Clara Vetter ein Klangspektrum, das Verbindungen vom Jazz hin zum
Impressionismus und der Neuen Musik zieht. Eine Stimme aus dem Publikum beschrieb
ihre Musik als „Debussy crashes into Stockhausen“. Vetter sucht die Verbindungen zwischen
den Dingen, die sie inspirieren und lässt das darüber gewonnene Verständnis voll und ganz
in ihre Musik einfließen. Darin liegt auch die Vielseitigkeit und Tiefgründigkeit begründet,
die Vetter nachgesagt wird.
(Ronny Graupe, eine der derzeit richtungsweisendsten Persönlichkeiten der deutschen
Jazzszene, und die diesjährige Baden-Württemberg Jazzpreisträgerin Clara Vetter trafen
zunächst als Dozent und Studentin aufeinander. Aus dieser Begegnung wurde ein
Kollaboration, fortgeführt in gemeinsamen Konzerten u. a. mit Lucia Cadotsch, Oliver
Steidle und Phil Donkin. Graupe und Vetter verbindet besonders, dass sie in ihren
Kompositionen jeweils eine individuelle harmonische und melodische Sprache etabliert
haben, die bei ihnen beiden mit einer synästhesieartigen audio- visuellen Verbindung
einhergeht.)
© Helmut Elks Oelke
Während der Pandemie war Vetter, wie nahezu alle Musiker*innen, oft musikalisch auf sich
allein gestellt. In dieser Situation wurde sie sich ihrer synästhetischen Tendenzen immer
bewusster: Indem Vetter die visuellen Impulse, die sie beim Klavierspielen auf der
auditiven, haptischen und visuellen Wahrnehmungsebene erlebte, aufzeichnete, konnte sie
ihre intuitiven Denkprozesse reflektieren. Mit diesen Impulszeichnungen wurden in der
Vergangenheit oft Sternbilder assoziiert, woraus die Idee für das Programm „Fabulae“
entstand.
In diesem Programm übersetzt Vetter ausgewählte Sternkonstellationen in neue
Kompositionen: Im Prozess ergeben Sternbilder Berührungspunkte auf der Klaviatur, die
unter Einbezug ihrer persönlichen Intervallassoziationen für visuelle Formen und dem
Kontext der griechischen Mythologie musikalisch weiterentwickelt werden. Erste visuelle
Skizzen werden musikalisch gedreht, gewendet, gespiegelt und/oder verformt, bis der
Charakter des jeweiligen Sternbilds herausgearbeitet ist – eine Arbeitsweise, die der eines/
einer Illustrators/Illustratorin nicht unähnlich ist. Sie wird in der Performance fortgeführt,
wo mit den gesehenen Formen interpretatorisch und improvisatorisch umgegangen wird.
Im Ensemble wird dieser Prozess durch den hoch inspirierenden Einfluss von (Graupe,)
Angelov und Klein bestärkt, welcher die Musik weiter formt und ihre Essenz immer klarer
hervortreten lässt.
Web: www.clara-vetter.de
Presse:
Verleihung des Baden.Württembergischen Jazzpreises 2023: “Clara Vetter ist als
Musikerin tiefgründig, vielseitig und mutig. Ob als Pianistin oder Komponistin – ihre
individuelle künstlerische Handschrift ist stets erkennbar.” SWR, Kunststatssekretär Arne
Braun
Stuttgarter Jazztage: Hingabe und Präzision bis in kleinste Details gewähren Blicke in jede
Nische des Gesamtbildes und machen es zum musikalischen Kunstwerk. Der
langanhaltende Beifall am Ende belegt, dass auch das Publikum auf den fliegenden Teppich
aufgesprungen ist und die Reise durch die Galaxien sichtlich genossen hat.
Jazzreportagen, DE
Musiker*Innen:
Clara Vetter (*1996) entdeckte bereits im Alter von drei Jahren ihre Leidenschaft für das
Klavierspiel. Mit 15 war sie Mitglied im Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg
und ein Jahr später 1. Preisträgerin beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ in der Kategorie
„Solist*Innen über 16 Jahre“.
2018 schloss sie ihr Bachelorstudium in Jazz-Klavier an der Staatlichen Hochschule für
Musik und Darstellende Kunst Stuttgart ab und gewann im selben Jahr den Stuttgarter
Steinway&Sons-Förderpreis. Im Anschluss absolvierte sie ein Masterstudium am
Kopenhagener Konservatorium in Music Performance. 2022 konzertierte sie mit ihrer
norwegisch-deutschen Band „Letters From Nowhere“ in Oslo, Göteborg, Kopenhagen, Berlin
und Köln.
Im Sommer 2022 begann sie ihre Lehrtätigkeit an der Musikakademie Basel (CH) und
gewann im darauffolgenden Herbst den Kompositionswettbewerb des deutschen
Bundesjazzorchesters. 2023 wurde sie mit dem Baden-Württembergischen Jazzpreis
ausgezeichnet, einem der höchstdotiertesten Jazzpreise Deutschlands.
Mario Angelov absolvierte sein Bachelorstudium an der HfmdK Mannheim 2020 bei
Thomas Stabenow, Arne Huber, Thomas Heidepriem und Robert Landfermann. Er ist nicht
nur in zahlreichen Projekten aktiv, sondern auch als Kurator für Veranstaltungen, die
Künstler*Innen eine Plattform für Austausch bieten sollen. 2019 kuratierte er erstmals das
Fabulae (2024) Leading Impulse (2020)
Festival “Kollektiefdrang”, das seitdem einmal pro Semester an der Mannheimer
Musikhochschule ausgetragen wird.
Als Sideman war er bereits Finalist beim Burghausener Jazzpreis und Gewinner beim
Nachwuchswettbewerb der Leverkusener Jazztage.
Lucas Klein studierte von 2015 – 2021 am Institut für Jazz/Pop der HMDK Stuttgart unter
anderem bei Prof. Rainer Tempel, Fabian Arends und Prof. Christian Weidner. Er ist fester
Bestandteil einer aufstrebenden, jungen Stuttgarter Szene – derzeit als Mitglied in mehr als
zehn (vorwiegend ansässigen) Formationen, einige davon ausgezeichnet durch den Lions-
Freunde Stuttgart-Schlossgarten e.V. (Clara Vetter Trio (2017), ORK (2017)) und durch die
IG Jazz Stuttgart in Kooperation mit dem Theaterhaus Stuttgart (ORK (2018) – im Rahmen
der Stuttgarter Jazztage 2018).
Als Kurator/Organisator trat Lucas Klein erstmals durch seine Veranstaltung Jazz, kollektiv
(2019) und durch sein interdisziplinäres Festivalformat Durch Bruch (2021) hervor. Seit
Herbst 2021 trägt er, als Teil einer neu gebildeten Programmgruppe, die Verantwortung für
die Kuration des JAZZKABINETT, einer Konzertreihe des Kulturkabinett Bad Canstatt (im
Ehrenamt).
Featured Artist: Ronny Graupe ist seit Mitte der 90er Jahre im Inland und weltweit zu
hören und ist ein fester Bestandteil der lebendigen Berliner Jazz Szene. In vielen Jahren des
Arbeitens mit dem Trio Gropper/Graupe/Lillinger, sowie in seinem, zunächst im Trio, seit
2018 im Quartett erscheinenden Ensemble Ronny Graupes Spoom entwickelte er seine
eigene Sprache auf der Gitarre und als Komponist. Er veröffentlichte über ein dutzend
Alben als Leader/Co-Leader und zahlreiche als Sideman. 2011 wurde Graupe als Dozent an
die Hochschule der Künste in Bern, Schweiz für Jazzguitar und Ensemblespiel berufen.
2019 gründete er Into The Shed – eine Live-Streaming-Konzertreihe, die sich auf die
internationale Jazz- und Impro-Szene in Berlin konzentriert. Im Juni 2021 erhielt er den
erstmalig ausgelobten und von der Bundesregierung initiierten Deutschen Jazzpreis in der
Kategorie Gitarre. Im Jahr 2022 werden Aufnahmen seines aktuellen Quartetts Off The
Record sowie Solo recordings auf seinem eigenen Label Out Of The Shed veröffentlicht.
Videos:
https://clara-vetter.de/bands.html